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Sonntag, 3. März 2024

WandelWerker Consulting: 4 Tipps, mit denen Arbeitgeber die Sicherheitskultur durch Begehungen effektiv fördern

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Wuppertal (ots) –

Arbeitsunfälle sind nicht selten mit hohen Kosten durch fehlende Mitarbeiter und Produktionsausfälle verbunden. Um dem vorzubeugen, entwickelt die Sicherheitsingenieurin Anna Ganzke von der WandelWerker Consulting GmbH gemeinsam mit ihrem Team von Arbeitsschutz-Experten gezielte Strategien, wie Unternehmen Arbeitsunfälle und unsichere Situationen nachhaltig reduzieren können und unterstützt bei der Umsetzung in die betriebliche Praxis. Hier erfahren Sie, wie Begehungen dazu genutzt werden können, die Sicherheitskultur im Betrieb zu verbessern.

Begehungen sind ein wichtiges Instrument zur Weiterentwicklung des Arbeitsschutzes im Unternehmen. Durch das Arbeitssicherheitsgesetz wird deshalb eine regelmäßige Durchführung gefordert. Oftmals führen die Begehungen jedoch zu einer abwehrenden Haltung bei Führungskräften und Mitarbeitern. „Spricht man mit Führungskräften und Mitarbeitern, fällt auf, dass Begehungen oftmals als notwendiges Übel empfunden werden, das nur Zeit kostet. Das passiert, wenn der Arbeitsschutz die Menschen nicht dort abholt, wo sie stehen und nur auf Abweichungen achtet“, erklärt Anna Ganzke, Geschäftsführerin der WandelWerker Consulting GmbH.

„Natürlich will der Gesetzgeber, dass bei Begehungen auf Abweichungen geachtet wird und daraus Maßnahmen folgen. Er verbietet allerdings auch nicht, dass positive Entwicklungen gelobt und die Führungskräfte und Mitarbeiter eingebunden werden“, so die Sicherheitsingenieurin weiter. Wirksam durchgeführte Arbeitsschutzbegehungen führen am Ende nicht nur zu sicheren Arbeitsplätzen, sondern auch zu einer besseren Sicherheitskultur. Gemeinsam mit ihrem Team unterstützt Anna Ganzke mittelständische Unternehmen und Konzerne dabei, die Sicherheitskultur weiterzuentwickeln, um dadurch Arbeitsunfälle und unsichere Situationen zu senken. Wie sich Begehungen wirklich zur Stärkung des Sicherheitsbewusstseins nutzen lassen, hat die Expertin im Folgenden zusammengefasst.

Wer nur bemängelt, dringt nicht zur Belegschaft durch

Schon beim Wort „Arbeitsschutzbegehung“ stellen sich manchen Mitarbeitern die Nackenhaare auf. Grund hierfür ist die Erfahrung, dass die Fachkraft für Arbeitssicherheit und Führungskraft ohnehin wieder nur Dinge bemängeln werden. Diese Erwartungshaltung sorgt dann auch dafür, dass die Arbeitsschutzbegehung als Zeitverschwendung und Kontrolle der eigenen Person angesehen wird.

Verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass in vielen Fällen kein Gespräch auf Augenhöhe mit den Mitarbeitern selbst erfolgt. Dies sorgt für eine Kluft zwischen Mitarbeitern und Fachkräften für Arbeitssicherheit sowie Führungskräften – berechtigte Fragen werden aus Angst nicht angesprochen. Es ist jedoch möglich, gegen diese Einstellung anzukommen.

1. Positive Aspekte gezielt ansprechen

Probleme im Arbeitsschutz lassen sich nur wirksam beheben, indem Menschen für das Thema sensibilisiert und hemmende Glaubenssätze abgebaut werden. Deshalb ist es wichtig, die Menschen für den Arbeitsschutz zu gewinnen – und das klappt nur, wenn neben Abweichungen auch über positive Entwicklungen gesprochen wird.

Wurde zum Beispiel bei vergangenen Begehungen festgestellt, dass kaum ein Mitarbeiter angemessen im Arbeitsschutz unterwiesen war, sollte auch auf den Fortschritt Bezug genommen werden. Anstatt bei einer Unterweisungsquote von 90 Prozent nur darauf hinzuweisen, dass noch immer Unterweisungen fehlen, muss in diesem Zusammenhang auch betont werden, dass die Unterweisung größtenteils erfolgt ist. Dies sorgt bei den verantwortlichen Führungskräften ebenfalls für ein Erfolgserlebnis, das sie wahrscheinlich eher zu mehr sicheren Entscheidungen und Verhaltensweisen anspornt.

2. Begehungen in möglichst kleinen Gruppen durchführen

Des Weiteren stellt auch eine zu hohe Teilnehmerzahl ein Problem in der betrieblichen Praxis dar. Gerade wenn vier, fünf oder mehr Personen an den Begehungen beteiligt sind, fühlen sich die Mitarbeiter oftmals unwohl. Wenn sich Mitarbeiter zu stark beobachtet und unwohl fühlen, kann es zu keinem gezielten Austausch kommen.

Routinebegehungen sollten daher so wenige Personen wie möglich involvieren, um den Austausch zu erleichtern und den Mitarbeitern kein unnötig unbehagliches Gefühl zu geben. Es reicht völlig aus, wenn entweder eine Fachkraft für Arbeitssicherheit und die Führungskraft oder auch nur die Führungskraft die Begehung durchführt. Hierbei kann und sollte sie ein engagierter Sicherheitsbeauftragter begleiten können. Ist eine Begehung mit größerer Teilnehmerzahl erforderlich, sollte diese unbedingt im Vorfeld angekündigt werden.

3. Konstruktive Gespräche führen

Umgekehrt bieten Arbeitsschutzbegehungen eine ideale Gelegenheit, auf Augenhöhe das Gespräch über den Arbeitsschutz zu suchen. Dadurch ist es Fachkräften für Arbeitssicherheit und Führungskräften möglich, das Sicherheitsbewusstsein ihrer Mitarbeiter einzuschätzen und ihnen gleichzeitig zu zeigen, dass ihre Meinung von den Verantwortlichen wertgeschätzt wird.

Dabei sollte nach Möglichkeit auf ein einseitiges Ausfragen mit Ja-Nein-Fragen verzichtet werden. Vielmehr sollten systemische Fragestellungen genutzt werden, bei denen Mitarbeiter zur Selbstreflexion angeregt werden und auch gezielte Hinweise zu Risiken und Lösungen anbringen können. Zum Beispiel bietet es sich an, Beschäftigte selbst auf einer Skala von eins bis zehn beurteilen zu lassen, wie sicher sie ihr eigenes Arbeitsverhalten einstufen würden oder zu erfragen, wie sie die bestehenden Schutzeinrichtungen verbessern würden, wenn sie absolute Gestaltungsfreiheit hätten.

4. Auch positive Entwicklungen dokumentieren

Ähnlich wie im Mitarbeitergespräch gilt auch bei der Dokumentation von Begehungen, dass nicht nur negative Aspekte erwähnt werden sollten. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass dokumentiert werden muss – jedoch liefert er nur einige Minimalvorgaben, wie dies zu geschehen hat. Die Verantwortlichen sind also frei, positive und negative Punkte gleichermaßen ins Protokoll einfließen zu lassen.

Wurden beispielsweise seit der letzten Begehung Abweichungen behoben oder zumindest teilweise behoben, sollte dies daher positiv erwähnt werden. Insbesondere wenn das Protokoll auch an Geschäftsführung und andere Stellen im Unternehmen verteilt wird, ist die Anerkennung von Fortschritten nicht nur eine positive Verstärkung der zuständigen Führungskraft und Mitarbeiter, sondern auch eine Steigerung der Akzeptanz für den Arbeitsschutz.

Fazit: Nicht Kritik, sondern positives Feedback fördert die Sicherheitskultur

Begehungen, die nur auf Abweichungen von der Norm wie Mängel an Maschinen und unsicheres Verhalten fokussiert sind, sind nicht zeitgemäß. Sicherlich sind wirksame Begehungen nur ein Zahnrad im gesamten Getriebe, allerdings ein sehr wichtiges, in dem Impulse für hemmende oder förderliche Glaubenssätze zum Arbeitsschutz gesendet werden.

Es gilt daher, nicht nur Abweichungen zu dokumentieren, sondern auch positive Entwicklungen wahrzunehmen, anzusprechen und auch im Protokoll zu erwähnen. Durch die Nutzung der richtigen Fragen ergibt sich Selbstreflexion und ein Gefühl der Wertschätzung. Dadurch ist es wesentlich einfacher, die Akzeptanz für den Arbeitsschutz und somit auch die Sicherheitskultur wirksam weiterzuentwickeln.

Ihre Anzahl an Arbeitsunfällen stagniert und Sie dringen einfach nicht so richtig zu Führungskräften und Mitarbeitern durch? Dann melden Sie sich jetzt bei den Sicherheitsingenieuren und Sicherheitskultur-Experten der WandelWerker Consulting GmbH (https://www.wandelwerker.com/) und vereinbaren Sie ein Beratungsgespräch!

Pressekontakt:
WandelWerker Consulting GmbH
Anna Ganzke & Stefan Ganzke
E-Mail: [email protected]
Webseite: https://www.wandelwerker.com

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