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Dienstag, 27. Februar 2024

Ein Jahr Mehrwegangebotspflicht: Ein guter erster Schritt, aber mit Nachbesserungsbedarf / Vytal zeigt, wie es besser geht

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Köln (ots) –

Das Jahr 2023 markiert einen Meilenstein für Mehrweg im Take-away-Bereich allgemein und für das Unternehmen Vytal Global, dem weltweit führenden digitalen Mehrwegsystem. Zwar teilt das Unternehmen die gemeinhin kritische Einschätzung des Erfolgs der Mehrwegangebotspflicht, doch zieht auch positive Bilanz. Im Jahr 2024 positioniert sich Vytal noch stärker als Software-Lösung für Mehrweg und setzt mit Produktinnovationen auf die wachsende Nachfrage nach Mehrweg in der Events & Entertainment Sparte.

Die Einführung der Mehrwegangebotspflicht im Januar 2023 hat dem Thema Mehrweg einen starken Anschub beschert. Vytal als führender Mehrweganbieter für wiederverwendbare Take-away Verpackungen hat sein Netzwerk aus teilnehmenden Restaurants verdreifacht und konnte damit seine Position im Markt stark ausbauen.

Allerdings gibt es an der Mehrwegangebotspflicht ein Jahr nach Einführung berechtigte, zum Teil starke Kritik. Der erhoffte Effekt einer erheblichen Steigerung der Nutzung von Mehrweg durch die Konsumentinnen und Konsumenten blieb aus. Begründen lässt sich das mit einer ungenügenden, flächendeckenden Durchsetzung des Gesetzes – ein Risiko, dass Vytal als Teil des Mehrwegverbands bereits im November 2022 anmahnte (https://mluk.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/Drittes-Forum-Abfallvermeidung-Vortrag-Mehrwegverband.pdf). Gleichzeitig agieren Verbraucher:innen in Routinen und wechseln nicht automatisch zur umweltfreundlichen Lösung. Dass ein Gesetz, das allein die Angebotsseite betrifft, keinen enormen Nachfrageeffekt erzeugt, ist daher wenig überraschend.

Die Lehren, die Vytal aus einem Jahr Mehrwegangebotspflicht zieht, sind weitaus vielschichtiger und positiv. Die Firma setzt seit Gründung auf ein digitales Mehrwegsystem und macht die individuelle Serialisierung aller Mehrweg-Behälter zum Kern der Strategie. Die dadurch gewonnene Transparenz beflügelte einen enormen Lernprozess für eine immer bessere Mehrwegerfahrung der Gastronom:innen und Verbraucher:innen. Vytal generiert so differenzierte Erkenntnise darüber, wo und wie Mehrweg heute schon ganz hervorragend funktioniert:

Kleine Städte, große Wirkung – Wer meint, Mehrweg funktioniere nur in Metropolen, liegt falsch. Gerade kleinere Städte sind Vorreiter und schaffen auf kommunaler Ebene Tatsachen. Neben Tübingen aus Baden-Württemberg setzt Gummersbach aus dem Rheinland konsequent auf Mehrweg. Nach der Ankündigung einer Einwegverpackgungssteuer im Juli 2023 hat sich die Mehrwegnutzung in Gummersbach innerhalb eines Jahres fast verdreifacht – im Vergleich ist in Hennef, einer Stadt mit ähnlicher Einwohnerzahl, aber ohne Einwegsteuer die Mehrwegnutzung nur um knapp 7% gestiegen (https://www.ksta.de/region/oberberg/gummersbach/fuer-mehr-sauberkeit-stadt-gummersbach-plant-einwegsteuer-610253).

Mehrweg, für Großstadt-Hipster nicht nur ein Buzzword – Bezirke wie Berlin-Kreuzberg oder Köln-Ehrenfeld sind für ihre Restaurantszene und eine Klientel mit Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit bekannt. Beim Thema Mehrweg machen die „Hipster“ Nägel mit Köpfen. Pro Einwohner:in greifen Verbraucher:innen in Köln-Ehrenfeld über zweimal häufiger zu Mehrweg als in Köln-Mühlheim, in Berlin-Mitte wählt man je Einwohner:in sogar fast viermal häufiger Mehrweg statt Einweg als im Rest der Hauptstadt.

Keine halben Sachen – Das Uniklinikum Köln hat im August 2023 den Schritt gewagt und Einweg komplett abgeschafft und bestätigt, dass Mehrweg als Standard nicht nur machbar, sondern sogar einfacher ist – weil niemand vor der Wahl steht oder unterschiedliche Abläufe kennen muss. Seitdem landet fünfmal weniger Müll auf dem Klinik-Campus – das sind bis dato 45.000 vermiedene Einwegverpackungen.

Mehr Impact aus Überzeugung – Wo keine Einwegsteuer greift, kommen überzeugte Gastronom:innen ins Spiel. Über 100 Vytal-Partner:innen verlangen bereits einen Aufpreis je Einwegverpackung und die Maßnahme zeigt Wirkung. Steigerungsraten bei Mehrweg von mehreren 100% sind keine Seltenheit.

Wer liefern lässt, will Bequemlichkeit – Vytal setzt schon seit längerem auf eine intensive Zusammenarbeit mit den großen Lieferdiensten. Die Ausleihe ist direkt über die App von Wolt, Lieferando und UberEats möglich und in einem deutschlandweit einzigartigen Kooperationsprojekt mit Lieferando ist sogar die Rückgabe von Vytal Mehrwegbehältern an die Lieferanten möglich. Die Verbraucher:innen honorieren dies mit erhöhten Wiederbestellraten.

Plug & Play Lösung inkl. Spülservice für Events in 2024 – Basierend auf den technischen Weiterentwicklungen der Vytal Software-Lösung in 2023 und mit einer großen Kooperation mit Pepsi im Gepäck, freut sich Vytal auf ein starkes Wachstum in 2024. Gerade im Bereich Events & Entertainment bietet Mehrweg viele wirtschaftlichen Vorteile für Veranstalter:innen. Vytal’s neue Plug & Play Lösung inkl. Spülservice ermöglicht den leichten Umstieg auf Mehrweg auch für Essensbehälter. Vor Größe schreckt man da bei Vytal nicht zurück – das Cruïlla Festival 2024 in Barcelona mit über 80 Tsd. Besucher:innen wird mit Mehrweg ausgestattet. Dabei ist das Unternehmen von den Vorteilen seiner digitalen Lösung überzeugt:

„Als Plattform-Lösung haben wir die B2B- und B2C-Seite im Blick. Das ist ein klarer Vorteil, weil wir so nicht nur Mehrweg möglichst einfach und sicher abwickeln können, sondern vor allem mit den Konsument:innen in Interaktion treten und mit Mehrweg digital echte Mehrwerte schaffen können. Mehrweg muss nicht anstrengend sein. Wir ermöglichen eine Win-Win-Win Situation für alle, Kund:innen, Konsument:innen und die Allgemeinheit.“, so Dr. Josephine Kreische, Geschäftsführerin von Vytal.

Pressekontakt:
Dr. Tim Breker I [email protected]
Original-Content von: VYTAL Global GmbH, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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